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    Degen – Florett – Säbel – in allen 3 Waffengattungen werden bei den Europameisterschaften die Besten der Besten ermittelt. Während beim Säbelfechten Treffer durch Stöße und Hiebe erfolgen, kann man mit Degen und Florett nur mit der Klingenspitze treffen.

    Degenfechter werden nicht zu Unrecht als raffinierte Taktiker bezeichnet. Gelegentlich belauern sich zwei Kontrahenten regelrecht, da jeder dem anderen den Angriff überlassen will Sie taktieren sehr lange und forschen sich gegenseitig aus.

    Der Säbel ist vom Gewicht her die leichteste Waffe und wird dementsprechend am schnellsten gefochten. Ungültige Treffer gibt es beim Säbelfechten nicht.

    Beim Florettfechten kämpfen die Fechter nicht nur mit der kleinsten Waffe, sie haben auch die kleinste Trefferfläche. Gültige Treffer können nur am Oberkörper des Gegners erreicht werden. Weiterhin muss um einen gültigen Treffer anbringen zu können, zuvor ein Gegenangriff abgewehrt werden (Parade). Nur so kann sich der Fechter das Angriffsrecht sichern.

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    Die Fechtbahn

    Die international offiziell als „Piste“ bezeichnete Bahn ist 14 Meter lang und 1,50 bis 2 Meter breit. Je 2 Meter von der Mittellinie entfernt befindet sich eine Startlinie. Zu Beginn eines Gefechts, sowie nach jedem gültigen Treffer nehmen die Fechter hier Aufstellung.

    Verlässt ein Fechter die Fechtbahn mit beiden Füßen nach hinten, gilt dies als Treffer für den Gegner. Ab der Warnlinie bzw. der schraffierten Zone hat jeder Fechter noch 2 Meter bis zur Endlinie. Verlässt ein Fechter die Planche seitlich, wird das Gefecht unterbrochen und sein Gegner darf einen Meter nach vorn gehen.

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    Ablauf der Meisterschaft

    Einzelwettbewerbe
    Alle FechterInnen fechten eine Setzrunde (6 oder 7 Starter pro Runde jeder gegen jeden). Eine Ausscheiderquote zwischen 20 und 30 Prozent wird durch die Turnierleitung festgelegt. Alle Aufsteiger aus den Runden werden in ein Direktausscheidungs­tableau gesetzt, in dem dann im KO-System (ohne Hoffnungslauf) gefochten wird bis der Sieger feststeht.   

    Mannschaftswettbewerb
    Alle anwesenden Mannschaften werden entsprechend ihrer ­Position in der aktuellen Mannschaftsweltrangliste in ein ­Direktausscheid-Tableau gesetzt. Nicht in der Weltrangliste ­geführte Nationen werden auf die weiter folgenden Plätze danach gelost. Der Sieger wird dann im KO-System ohne Hoffnungslauf ermittelt. Zusätzlich werden aber alle Platzierungen von 1 bis 16 durch entsprechende Platzierungskämpfe ausgefochten. 

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    Dauer und Zeitmessung

    Die Gefechtszeit startet auf das Kampfrichterkommando „Los!“/„Allez!“ und endet auf „Halt!“/„Halte!“

    Vor-Runden

    Gefechtdauer: 3 min
    Pausen: keine
    Benötigte Treffer für Sieg: 5
    Treffergleichstand nach Zeitablauf: Gefecht wird um 1 min verlängert. Der nächste Treffer entscheidet.
    Treffervorrecht: Vor Verlängerung wird Treffervorrecht gelost. Fällt kein Treffer so gewinnt der Fechter mit dem Treffervorrecht.

    Direktausscheidung

    Gefechtdauer: 9 min
    Pausen: nach je 3 min, 1 min Pause
    Benötigte Treffer für Sieg: 15
    Treffergleichstand nach Zeitablauf: Gefecht wird um 1 min verlängert. Der nächste Treffer entscheidet.
    Treffervorrecht: Vor Verlängerung wird Treffervorrecht gelost. Fällt kein Treffer so gewinnt der Fechter mit dem Treffervorrecht.

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    Mannschaftskämpfe

    Eine Mannschaft besteht aus 3 Fechtern und je einem Ersatzfechter. Es kann während des ganzen Kampfes nur einmal ausgewechselt werden. Jeder Fechter tritt nacheinander gegen alle Fechter der gegnerischen Mannschaft an, wobei jedes Teilgefecht maximal netto 3 Minuten dauert. Es wird eine Stafette gefochten, d. h. die ersten beiden Kontrahenten fechten bis 5 Treffer, oder bis die 3 Minuten vergangen sind. Die nächsten beiden übernehmen diesen Punktestand und kämpfen weiter, bis ein Team 10 Treffer hat usw.. 

    Das Team, welches im neunten Gefecht zuerst 45 Treffer erreicht oder bei Zeitablauf in Führung liegt, gewinnt den Mannschaftskampf.

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